Der Leuchtturm: Wahrzeichen von Warnemünde

An der Westseite der Hafeneinfahrt, etwa 200 Meter vom Warnemünder Strand entfernt, steht das Wahrzeichen des Ostseebads: Der Leuchtturm von Warnemünde. Er gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten für Besucher, die in Rostock oder direkt im Ostseebad Warnemünde ihren Urlaub verbringen.

 

Inhaltsverzeichnis

Leuchtturm von Warnemünde: Eine Sehenswürdigkeit mit Geschichte

Der weiße Turm mit dem grünen Kuppeldach ist insgesamt 30 Meter hoch und sein Leuchtfeuer 24 Seemeilen weit sichtbar. Noch heute wird der Leuchtturm von Warnemünde ehrenamtlich bewacht von 12 Leuchtturmmännern, die die Besucher einlassen, den Turm instand halten und noch allerlei Warnemünder Geschichten zu erzählen haben.

 

Der alte Leuchtturm von Warnemünde: Leuchtfeuer und Touristenmagnet. | © pixabay

Der alte Leuchtturm von Warnemünde: Leuchtfeuer und Touristenmagnet. | © pixabay

 

Ende des 13. Jahrhunderts wurde der Ausbau des Hafens geplant, denn Rostock galt damals als einflussreichste Stadt der Hanse. Im Zuge dessen sollte auch ein Leuchtfeuer entstehen. Es ist jedoch heute nicht belegt, ob es in den Jahren bis 1800 an dieser Stelle tatsächlich einen festen Leuchtturm gegeben hat. 1836 wurde eine feste Ziehlaterne mit 11,35 Metern Höhe errichtet. Der Leuchtturm in seiner jetzigen Form entstand 1898. Als Erbauer des Leuchtturms in Warnemünde gilt der Hafenbaudirektor Karl Friedrich Kerner (1847-1920). An ihn erinnert eine Tafel am Fuße des Bauwerkes. 

 

Das Leuchtfeuer zur Orientierung der Seeleute

Leuchttürme sind nicht nur Wahrzeichen an der Küste, sie haben drei wichtige Aufgaben für die Seefahrt: 

 

  1. Navigationshilfe
    Durch das Leuchtfeuer kann ein Schiff die eigene Position auf See exakt bestimmen.

  2. Warnsignal
    In der Nähe einer Küste warnen Leuchttürme vor Riffen oder Sandbänken und navigieren Schiffe sicher durch die Hafeneinfahrt.

  3. Markierung des Fahrwassers
    Bewegliche Blenden und Farbfilter zeigen dem Kapitän an, ob er sich im sicheren Bereich bewegt. 

 

In den ersten Leuchttürmen aus Holz bzw. der Ziehlaterne in Warnemünde wurde eine Petroleumlampe eingehängt, die den Seeleuten den Weg wies. Bei Nebel kamen weitere Signale wie Hornsignale, Glocken oder Nebelkanonen dazu.

Als der Leuchtturm in seiner heutigen Form gebaut wurde, besaß er einen Petroleumkeller mit vier Bottichen. Das Petroleum musste von dort nach oben gepumpt werden. 1917 erfolgte die Umstellung auf Gas und sein elektrisches Licht bekam der Leuchtturm in Warnemünde 1927. Heute wird er mit einer HQL-Lampe betrieben. 1978 wurde der Leuchtbetrieb automatisiert, seitdem ist die Anwesenheit eines Leuchtturmwärters nicht mehr erforderlich.

Blick über die Ostsee: Hier entstehen die schönsten Urlaubsfotos

Wer vom Eingang des Leuchtturms bis zur Laterne laufen möchte, muss insgesamt 135 Treppenstufen überwinden. Rundherum befinden sich zwei Aussichtsplattformen, jeweils auf halber Höhe und ganz oben, die über die Wendeltreppen im Inneren zu erreichen sind. Von hier aus können Sie wunderbare Fotos machen - von der Promenade, dem Teepott als weiteres Wahrzeichen von Warnemünde direkt nebenan, dem Strand und der Ostsee, der Hafeneinfahrt sowie landwärts von der Silhouette des Ostseebads.

 

Fotos schießen erlaubt: Urlauber genießen den Ostsee-Blick von der obersten Aussichtsplattform. | © pixabay

 

Wann ist der Leuchtturm in Warnemünde geöffnet?

Der Warnemünder Leuchtturm ist nur während der Saison geöffnet. Zum ersten Mal können Besucher ihn am Ostersamstag betreten bis er Anfang Oktober dann wieder seine Türen schließt. Geöffnet ist er in dieser Zeit jeweils von 10:00 Uhr bis 18:30 Uhr (letzter Einlass).

Der Leuchtturm als Ausgangspunkt für die Ostsee-Wanderung

Die Ostseeküste ist ideal geeignet für Wanderungen. Wer in seinem Urlaub frische Seeluft bei einer ausgedehnten Wanderung genießen möchte, kann diese genau hier am Warnemünder Leuchtturm beginnen. Am Fuße des Turms befindet sich auf einem Sockel eine goldene Kugel – ein Symbol für die Sonne. Von hier beginnt der Planetenweg, der die Strandpromenade entlangführt, durch den Gespensterwald an der Steilküste Stoltera bis nach Wilhelmshöhe. Der Planetenweg ist ein Lehrpfad, auf dem ein maßstabsgerechtes Modell des Sonnensystems dargestellt wird.

Kleine Schwester des Leuchtturms: Die Leuchtbake auf der Warnemünder Westmole

Wer vom Leuchtturm aus die Stufen hinunter in Richtung des Alten Stroms spaziert und sich links hält, steuert direkt auf eine kleine Leuchtbake zu. Die Westmole ist 530 Meter lang. An ihrem Ende befindet sich die grün-weiße Leuchtbake.

 

Kleine Schwester: Die grün-weiße Leuchtbake auf der Westmole. | © pixabay

 

Von hier aus erleben Sie die Einfahrt der Kreuzfahrtschiffe und der Fischerboote hautnah. Genießen Sie die Verbindung zur Ostsee, die an dieser Stelle mal ganz ruhig vor Ihnen liegt und sich dann wieder stürmisch aufbauscht.

Events rund um den Leuchtturm in Warnemünde

Dreimal im Jahr steht der Warnemünder Leuchtturm im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. 

Warnemünder Turmleuchten – 1. Januar
Das Wahrzeichen des Ostseebads ist schon am ersten Tag des Jahres Schauplatz für einen eindrucksvollen Jahresbeginn. Einst als „Leuchtturm in Flammen“ gefeiert, war der Jahresauftakt nur in der Region bekannt. Inzwischen inszenieren Pyrotechniker eine Feuerwerks- und Lichtershow mit Live-Akts auf und vor dem Leuchtturm. Heute kommen zum „Warnemünder Turmleuchten“ mehrere 10.000 Besucher aus ganz Deutschland und verbinden den Besuch gleich mit einem Urlaub an der Ostsee.

Leuchtturm Saisoneröffnung - Ostersonnabend

Der Leuchtturm schließt in der kalten Jahreszeit seine Türen für die Besucher. Am Ostersonnabend beginnt die Saison wieder und das wird mit einer kleinen Party auf dem Leuchtturmplatz gefeiert.

Warnemünder Adventssingen – 1. Advent
Am 1. Advent findet direkt vor dem Leuchtturm das Warnemünder Adventssingen statt. Dort versammelt sich ein Chor und sorgt für festliche Weihnachtsstimmung.

 

Während Ihres Urlaubs in Warnemünde sollte der Leuchtturm immer ein festes Ziel Ihrer Urlaubsplanung sein. Auch wenn Sie die Stufen nicht bis ganz nach oben laufen wollen: Allein der Anblick des Turms mit den weiß glasierten Steinen ist den Spaziergang schon wert. Unser Tipp: Verbinden Sie die Events rund um den Leuchtturm doch gleich mit einer kleinen Auszeit in Warnemünde.


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