Alter Strom: Flaniermeile in Warnemünde mit Ostseecharme

Der Alte Strom von Warnemünde ist eine atmosphärische Flaniermeile direkt am gleichnamigen Wasserarm gelegen. Spaziergänger spüren hier noch heute die Stimmung des einstigen Fischerdorfes mit seinen Kapitänshäusern, urigen Kneipen und Fischerbooten, die am Ufer vertäut sind. Erleben Sie das maritime Flair des Alten Stroms, in dem sich Vergangenheit und Gegenwart auf eine besondere Weise begegnen. 

  

Was Sie erwartet:

 

Alter Strom: Von der historischen Hafeneinfahrt zur Touristenattraktion

Als einstiger Mündungsarm der Warnow wurde der Alte Strom 1423 ausgehoben und blieb fast 500 Jahre lang die einzige Schiffszufahrt zur Ostsee. Der Baustil der Häuser ist ein Relikt aus der frühen Besiedlung von Warnemünde. Es wurde zunächst von Slawen, später von Friesen und dann von Niedersachsen bewohnt, die um 1100 westlich vom Alten Strom die ersten Häuser bauten. Der 320 Meter lange Steindamm, auf dem heute Kinder bis zur Mole entlangklettern, wurde zum Schutz der Hafeneinfahrt zum Ende des 16. Jahrhunderts errichtet. 

 

Blick auf Warnemünde: Maritimer Spaziergang auf dem Steindamm und der Westmole. | © pixabay

 

Bis in das 19. Jahrhundert hinein gab es in Warnemünde nur zwei Straßen: Vörreeg und Achtereeg – die vordere und die hintere Reihe. Sie verliefen parallel zum Alten Strom und boten den Fischern und ihren Familien eine Unterkunft. Heute finden sich in den charismatischen Häuserreihen urige Ferienwohnungen.

 

„Achterreeg“: Die “hintere Reihe” zählt zu den Sehenswürdigkeiten von Warnemünde. | © Norbert Kaiser

 

1903 kam dann der Neue Strom dazu, der als Einfahrt für ankommende Schiffe dient und den Alten Strom in seiner Funktion ablöste. Heute hat sich der Alte Strom in eine bunte Flaniermeile verwandelt, die nicht nur Besuchern aus Rostock ein schönes Ausflugsziel bietet, sondern auch Gästen mit weiterem Anfahrtsweg den Urlaub an der Ostsee versüßt. 

Flaniermeile von Warnemünde: Urlaub mit Ostsee-Flair

Von Einheimischen wird der Alte Strom als das Herz von Warnemünde bezeichnet. Hier entsteht zu jeder Tageszeit eine eigene Stimmung. In den frühen Morgenstunden landen die Fischer mit ihrem Fang an, den sie später auf dem Fischmarkt verkaufen. Tagsüber erlebt man auf dem Alten Strom den touristischen Trubel und in den Abendstunden klingt der Tag in einem urigen Restaurant oder in einer Fischerkneipe aus.

 

Wo genau befindet sich der Alte Strom in Warnemünde?

 

Karte: Der Alte Strom - der Ostsee so nah.

 

Der Alte Strom erstreckt sich von Süden nach Norden, wo er an der Warnemünder Mole in die Ostsee mündet. Besucher gelangen ganz automatisch auf die Flaniermeile, wenn sie beispielsweise vom Kreuzfahrtterminal oder dem historischen Bahnhof über die Drehbrücke laufen. Links von der Brücke gelangen Sie zum ruhigen und beschaulichen Südende des Stroms. Auf der rechten Seite wird es belebter mit Restaurants und Souvenirläden, Cafés, Boutiquen, Fischverkäufern und Hafenrundfahrten.

 

Unser Tipp:
Die hungrigen Möwen kennen in Warnemünde alle Tricks, den Besuchern das Fischbrötchen aus der Hand zu rauben. Halten Sie es also gut fest. Das Füttern der Möwen ist strengstens verboten!

 

Kapitänshäuser, Ferienwohnungen und Hotels rund um den Alten Strom

Die Fischerhäuschen, die von den ersten Bewohnern des Fischerdorfes erbaut wurden, bewohnen bis heute Warnemünder Urgesteine. Einige Häuser werden auch als Ferienwohnungen vermietet. Rund um den Alten Strom gibt es zudem zahlreiche Hotels, von denen die Flaniermeile gut erreichbar ist.

 

Lust auf Kurzurlaub in Warnemünde?

 

 

Auch wer Urlaub in Rostock oder dem beschaulichen Diedrichshagen macht, kommt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Auto oder dem Fahrrad gut zum Alten Strom.

 

 

Tipp:
Viele Hotels in Warnemünde haben einen eigenen Fahrradverleih. Sie können die Flaniermeile von dort über beschauliche Fahrradwege gut erreichen. Es gibt am Alten Strom überall Möglichkeiten, das Fahrrad anzuschließen und zu Fuß weiterzugehen.

 

Eine Sehenswürdigkeit für alle Jahreszeiten

Warnemünde hat zu jeder Jahreszeit seine Reize und der Alte Strom präsentiert Besuchern sein wandelbares Gesicht. Im Frühjahr werden die Blumenrabatten an den Seiten frisch bepflanzt und alles duftet nach Erwachen und salziger Meeresluft. Der sommerliche Trubel haucht den Boutiquen und Geschäften Leben ein und man sitzt gemütlich mit Prosecco, Kaffee oder Eisbecher auf den Terrassen der Bars, Kneipen und Restaurants und genießt das gesellige Flair. Im Herbst wird es wieder ruhiger, die Geschäfte schließen allmählich und auch das stürmischere Küstenwetter hat seine Reize. Im Winter ist der Alte Strom an besonders kalten Tagen mit einer Eisschicht überzogen, auf der die Möwen landen.

 

Warnemünde: Reizvoll zu jeder Jahreszeit. | © pixabay

 

Veranstaltungen und saisonale Highlights am Alten Strom


Der Alte Strom ist nicht nur in der Hauptsaison sehens- und erlebenswert. Er wird auch in der Nebensaison durch zahlreiche Veranstaltungen belebt. Daher lohnt sich ein Besuch auch für alle, die im Frühjahr und im Herbst Wellness und Sehenswürdigkeiten miteinander verbinden möchten.

 

Diese Veranstaltungen sollten Sie nicht verpassen:

  • Stromerwachen (Ende April/Anfang Mai)

  • Kunsthandwerkermärkte (Saison)

  • Warnemünder Drachenbootfestival (Juli)

  • Warnemünder Woche (Juli)

  • Hanse Sail (August)

  • Stromfest zum Saisonabschluss (September)

 

Highlight im August: Großsegler tummeln sich zur Hanse Sail in Warnemünde. | © pixabay

 

Hübsche alte Häuser, urige Geschäfte und lebendig gehaltene Traditionen: Zu all dem lädt der Alte Strom die Besucher des Ostseebads Warnemünde das ganze Jahr über ein. Das maritime Flair und die Beschaulichkeit, die von den umliegenden Gassen ausgehen, lassen sich nur schwer beschreiben. Sie sollten den Alten Strom daher persönlich erleben!