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Sonntag, 05.02.2012
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Warnemünde diente als Drehort des Sat 1-Films "Die Grenze"

Heute wird der 2. Teil des bereits im Vorfeld sehr umstrittenen Fernsehfilms „Die Grenze“ auf Sat 1 gesendet. Die Stimmen aus unserer Region sind nach der gestrigen Ausstrahlung des 1. Teils sehr verhalten. Als besonders ärgerlich wird es beispielsweise von der lokalen Presse empfunden, dass die immer noch vorhandenen Ost-West-Klischees in vielen Szenen weiterhin verstärkt werden. „Die einen werden sich an den ideologischen Spitzen erfreuen, die ihr Bild vom Osten bestärken: etwa die saufenden, solidarischen Fischer in Warnemünde mit ihrer nostalgischen Sehnsucht nach dem Früher. Die anderen werden über die Einreiseschlangen an der Grenze zur "Sozialistischen Republik Mecklenburg-Vorpommern", die als Billiglohnzone vom Rest des Landes alimentiert wird, eher nicht schmunzeln“ [NNN vom 15. März 2010]

Trotzdem die Dreharbeiten mit 160.000 Euro aus der wirtschaftlichen Filmförderung unterstützt wurden, ist es kein Werbefilm für Mecklenburg-Vorpommern geworden. Vor dem Hintergrund der Landtagswahlen in MV prallen extreme Rechte und die Linken aufeinander. Das Land versinkt im Chaos, die innerdeutsche Grenze ist wieder existent, es herrscht ein Szenario aus Terror und Gewalt.

Insgesamt 13 Tage drehte die Produktionsfirma in Stralsund und Warnemünde. Zu den zumindest landschaftliche schönen Bildern gehört eine Szene ganz am Anfang am Strand von Warnemünde mit Teepott und Leuchtturm im Hintergrund. Während das futuristische Ozeaneum in Stralsund als Parteizentrale der Rechten fungierte, kam unser Ostseebad mit seinen in nostalgischen Erinnerungen schwelgenden Fischern noch relativ glimpflich davon.


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